Rauchen aufhören: Alles Wichtige für deinen Erfolg!

Heute möchte ich dir ​all mein Wissen mit an die Hand geben, wie du den perfekten Rauchstopp schaffst und endlich für immer ein glücklicher Nichtraucher wirst. Außerdem hoffe ich, dass ich alle deine Fragen zum Rauchen aufhören hiermit beantworten kann: 

​So klappt der perfekte Rauchstopp! 

​​Anfangs zeige ich dir, wogegen du beim Rauchstopp ankämpfst. Die ​Rede ist dabei von den Inhaltstoffen der Zigarette und der allgemeinen Abhängigkeit. Als nächstes zeige ich dir 3 wichtige Punkte, die du vor deinem Rauchstopp unbedingt beachten solltest. Es folgt eine Auflistung an Mitteln und Methoden um das Rauchen aufzuhören. Neben der Schlusspunktmethode stelle ich dir auch die Reduktionsmethode vor. Weitere Methoden zum Aufhören sind: Alleine aufhören, Therapie in der Gruppe, Aufhören mit ​Medikamenten, Aufhören mit Nikotinersatzpräparaten und alternative Methoden zum Rauchstopp. Abschließend geh ich auf die Veränderungen im Körper nach dem Rauchstopp ein und zeige dir, wie du dich vor einer Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp schützen kannst.

​Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg bei der ​Umsetzung!


Wer für sich den Entschluss fasst mit dem Rauchen aufhören zu wollen, hat sich logischerweise zuvor mit den Gründen für und gegen das Rauchen befasst. Eigentlich ist der Fall klar und die Argumente sehr überzeugend: Rauchen macht krank und hat viele Nachteile. Aber warum fällt das Rauchen aufhören dann trotzdem so schwer, wenn die Sache doch eigentlich glasklar ist? Ganz einfach: Eine Sucht ist nicht rational! Aber dazu komme ich gleich.

Kennst du folgende Gedanken?

  • ​„Es ist schon echt schwer mit dem Rauchen aufzuhören, zumindest höre ich von so vielen gescheiterten Aufhörversuchen“
  • ​„Um mit dem Rauchen aufzuhören braucht man extreme Willenskraft, das ist nicht leicht
  • ​Ich sollte es mit medizinischen Hilfsmitteln probieren, aber da hör ich auch andauernd zwei Meinungen dazu, ich weiß nicht was ich davon halten soll“
  • ​„Wenn ich das Rauchen nicht alleine aufgeben kann, bin ich doch echt ein disziplinloser Verlierer“

Solltest du mindestens einen dieser Gedanken schon mal gehabt haben, dann lehn dich jetzt ganz entspannt zurück. Mit solchen Gedanken kämpfst du nämlich nur gegen dich selbst. Das verursacht Stress und wir wissen beide, wo das hinführt, also steckt dir lieber gleich eine an. Kleiner Scherz. Es ist allerdings Tatsache, dass solche Gedanken nicht hilfreich sind, sie verstärken lediglich deinen Wunsch, die nächste Zigarette anzuzünden.

Stattdessen ist es wichtig, dass du dir deiner Situation bewusstwirst. Stelle dir dazu folgende Fragen und sei ehrlich zu dir:

  • ​Habe ich innerlich Angst davor mit dem Rauchen aufzuhören?
  • ​​Fürchte ich mögliche Entzugserscheinungen?
  • ​Habe ich Angst davor, bei einem Rauchstopp mein Gewicht nicht halten zu können?
  • ​Habe ich Angst davor, die Zigaretten zu vermissen?
  • Angle Double Right
    ​Fürchte ich mich davor, mich überfordert zu fühlen?
  • Angle Double Right
    ​Habe ich Angst davor, nervös und unruhig zu werden?

Viele Raucher fürchten mögliche Entzugserscheinungen so sehr, dass sie gar nicht erst anfangen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Das ist zwar in erster Linie verständlich, allerdings der völlig falsche Ansatz!

Wenn du dir deiner Angst bewusst bist, kannst du den ersten Schritt in deine Freiheit wagen! Das ist gleichzeitig auch der wichtigste Schritt und glaub mir: Du kannst du gewinnen! Die Angst vor einem Rauchstopp ist vollkommen unbegründet, außerdem solltest du dir jede Sekunde die positiven Effekte eines Lebens als Nichtraucher vor Augen halten.

Doch um die Tabaksucht zu besiegen, solltest du erst mal deinen Feind kennen:

Um mit dem Rauchen aufzuhören, sollte man die Inhaltsstoffe einer Zigarette, die Funktionsweise von Nikotin und die daraus resultierende Abhängigkeit kennen. Nikotinabhängigkeit ist dabei sowohl körperlich als auch psychisch. Doch dazu später mehr.

Eine Zigarette besteht aus Tabak und Zusatzstoffen. Insgesamt sind in einer Zigarette über 40 Giftstoffe enthalten, die für die allgemein bekannten, negativen Folgen für die Gesundheit verantwortlich sind. Hauptgrund für das hohe Suchtpotential beim Rauchen ist vor allem das Nikotin.

1. Nikotin

Beim Nikotin in der Zigarette handelt es sich um das natürliche Gift der Tabakpflanze, um Schädlinge und Fressfeinde abzuwehren. Das Nikotin gelangt beim Rauchen durch die Lunge über die Blutbahnen direkt in’s Gehirn. Dieser Vorgang dauert nur sehr kurze Zeit. Dort reizt es das limbische System, welches auch als „Belohnungszentrum“ bekannt ist. Dabei werden Botenstoffe ausgeschüttet, die Belohnungs- und Glücksgefühle auslösen. Ursprünglich ist dieser Vorgang dazu gedacht, lebenswichtige Vorgänge, wie z.B. die Nahrungsaufnahme oder Sex zu belohnen und deren Ausübung sicherzustellen.

Wenn du mehr zum Thema Nikotin erfahren möchtest, kann ich dir meinen Blogartikel: Der ultimative Nikotin-Guide ​wärmstens empfehlen. Das ist der wohl ausführlichste Artikel, den du im Netz dazu finden wirst. 😊

​2. Ammoniak

Bei Ammoniak handelt es sich um ein farbloses Gas, welches sehr stechend und giftig ist. Es ist außerdem für den rauchigen Geschmack beim Rauchen verantwortlich und beschleunigt die Nikotinaufnahme gewaltig. Vor allem wegen der fettlösenden Eigenschaft des Gases kommt es zu Schäden an der Zellmembran, da diese schnell und einfach durchdrungen werden.

​3. Acetaldehyd

Acetaldehyd entsteht beim Verbrennen von Zucker, welcher dem Tabak beigemischt wird, um das Raucherlebnis zu verbessern. Dabei handelt es sich um eine farblose, betäubende Flüssigkeit, die die Suchtwirkung von Zigaretten erhöht.

4. Teer

Teer ist ein flüssiges Kohlenwasserstoffgemisch und sehr krebserregend. Außerdem verklebt es die Flimmerhärchen in der Lunge und verursacht, zusammen mit anderen Giftstoffen Atemwegserkrankungen. Raucher sind aus diesem Grund häufig von COPD (chronisch obstruktive Lungenkrankheit) und Lungenkrebs betroffen.

Die Chancen auf einen qualvollen Tod durch aufgrund von Angstzuständen wegen massiver Atemnot steigen dadurch erblich. Es kommt dabei oft vor, dass Betroffene am Ende an einem Herzinfarkt sterben, da eine kranke Lunge das Herz überfordert.

5. Schwermetalle

Auch Schwermetalle wie Blei, Quecksilber und Cadmium sind in Zigaretten enthalten. Diese sind hoch toxisch und greifen den Stoffwechsel des Gehirns an.

​6. Menthol

Menthol ist den Meisten nur bei speziellen Menthol-Zigaretten ein Begriff. Allerdings ist Menthol auch ein Zusatzstoff herkömmlicher Zigaretten. Dieser verbessert den Geschmack des Tabaks und sorgt dafür, dass der Rauch erträglicher wird, welcher damit besser inhaliert werden kann. Das erleichtert jungen Rauchern den Einstieg und sorgt dafür, dass älteren Rauchern der Ausstieg erschwert wird.

Raucher leben statistisch gesehen durchschnittliche 10 Jahre weniger. Insgesamt sterben 125.000 Menschen in Deutschland jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. Das Rauchen ist Auslöser einiger ernsthafter Krankheiten, da es fast jedes Organ schädigt. Vor allem das Herz-Kreislaufsystem und die Atemwege sind einem erhöhten Risiko für Krankheiten ausgesetzt. Bis zu 90% aller Lungenkrebserkrankungen sind auf das rauchen zurückzuführen. Außerdem haben Raucher ein deutlich höheres Risiko für Schlaganfälle oder einem Herzinfarkt. Auch COPD, die Schwächung des Immunsystems sowie das schmerzhafte Raucherbein sind Folgen des Rauchens.

Sogar die Psyche kann durch das rauchen belastet werden. Raucher haben demnach ein deutlich höheres Risiko für Depressionen, Störungen oder andere psychische Erkrankungen. Sogar die Suizidrate ist bei Rauchern statistisch erhöht.

Rational gesehen sind das bereits genug Gründe, um mit dem Rauchen aufzuhören, doch die Nikotinabhängigkeit funktioniert anders.

Die Nikotinabhängigkeit teilt sich in körperliche und psychische Abhängigkeit. Bei der körperlichen Abhängigkeit spielt die Auswirkung des Nikotins im Körper eine entscheidende Rolle. Nachdem sich der Körper nach einer gewissen Zeit an den Effekt des Nikotins gewöhnt hat, versucht dieser einen gleichmäßigen Nikotinspiegel im Blut zu halten. Sobald dieser Spiegel absinkt, wird der Raucher unruhig und es geht ihm schlecht, bis er zur nächsten Zigarette greift.

Bei einer psychischen Abhängigkeit geht es vor allem um die täglichen Situationen und Gelegenheiten, in denen geraucht wird. Egal ob beim Kaffee, nach dem Essen oder in der Kneipe, das Gehirn verknüpft die Situation mit dem Rauchen. Durch die Ausschüttung der „Belohnungsbotenstoffe“ werden damit schöne Momente noch schöner, was das Gehirn vor allem auf das Rauchen zurückführt.

Um meine psychische Abhängigkeit zu besiegen müssen die täglichen Routinen aufgegeben und durch neue ersetzt werden. Das Gehirn muss als lernen, dass Bier oder Kaffee auch ohne Zigarette schmeckt. Dabei sollte in der Zeit der Rauchentwöhnung auf Getränke, die eng an das Rauchen geknüpft sind, verzichtet werden.

Solltest du mehr zu Nikotin, Nikotinabhängigkeit und Nikotinentwöhnung erfahren wollen, kann ich dir auch an dieser Stelle empfehlen, meinen ultimativen Nikotin-Guide ​zu lesen.

​Nikotinabhängigkeit: Weshalb rauchen Menschen überhaupt?

Nachdem wir nun die Abhängigkeit und die giftigen Inhaltstoffe einer Zigarette sowie deren negative gesundheitlichen Folgen geklärt haben, bleibt noch die Frage: Warum rauchen Menschen überhaupt? Wieso nehmen sie so schwerwiegende gesundheitlich negative Folgen in Kauf, obwohl diese allgemein bekannt sind?

Es ist ein Phänomen, das bei nahezu jedem Raucher zu beobachten ist: Fragt man einen Raucher nach seiner ersten Zigarette, bekommt man meist die gleiche Antwort. Sie hat überhaupt nicht geschmeckt, ihm wurde schlecht, es war ein brennender und widerlicher Geschmack im Mund. Trotzdem hat er so lange weitergeraucht, bis er sich daran gewöhnt hat. Warum?

Die Antwort ist ganz einfach: Die Werbung ist schuld! Ironischer weise werden Zigaretten mit Freiheit und Selbstbestimmung beworben. Wer raucht, ist unabhängig, hat eine erotische Ausstrahlung, ist selbstsicher und erhält Dinge wie Entspannung, Geselligkeit, Gemütlichkeit, Lebensfreude und Anerkennung.

Vor allem Personen, die sich etwas Positives vom Rauchen erhoffen, das sie ihrer Meinung nach, nicht anderweitig bekommen können, gewöhnen sich solange das Rauchen an, bis es in ihrem Verhalten etabliert ist. Der Körper ist so an den Effekt des Nikotins gewöhnt, dass ein Leben bzw. die Bewältigung unterschiedlicher Lebenssituationen unvorstellbar erscheinen.

Nikotinabhängigkeit: Welchen Effekt hat das auf das Rauchen aufhören?

Wird dem Raucher nun jedoch nach und nach bewusst, dass das Rauchen ausschließlich negative Folgen für die eigene Gesundheit hat, wehrt er sich innerlich. Es fallen ihm sofort verschiedene Ausreden ein, um die Sucht nicht aufgeben zu müssen. Beispiele dafür sind: „Mein Opa hat auch geraucht wie kein Zweiter und ist auch sehr alt geworden.“ Oder „Dann kann ich mich nicht mehr konzentrieren, werde dick, habe gar keine Freude mehr auf der Welt, …“.

Stellen wir die „positiven Effekte“ des Rauchens unseren negativen Gedanken über den Rauchstopp gegenüber, ist es keine Frage, welche Seite gewinnen wird: Die „Positive“ natürlich. Dabei passiert es, dass wir das Rauchen für das Paradies auf Erden empfinden und mit dem Rauchstopp Elend, Schmerz und Anstrengung assoziieren, welche in der Zeit der Rauchentwöhnung nur durch einen Griff zur Zigarette beseitigt werden können. Das allgemein bekannte und gefürchtete starke Verlangen nach einer Zigarette (auch als Craving bezeichnet) entsteht.

Und genau an diesem Punkt muss man ansetzten, um den Ausstieg zu schaffen. Erst wer diese negative Spirale erkennt, kann etwas dagegen tun. Wer bei einem Versuch mit dem Rauchen aufzuhören scheitert, hat nicht zu wenig Willenskraft. Es ist wahrscheinlicher, dass er mit der falschen Strategie die Sache angeht, denn das „Nichtraucher werden“ beginnt allein in unserem Kopf.

Der perfekte Rauchstopp beginnt mit dem war. Warum möchtest du aufhören zu Rauchen? Klar, es gibt genug gute Gründe um Nichtraucher zu werden, aber was sind deine persönlichen Gründe?

Möchtest du aufhören:

  • ​​Weil du unzufrieden mit deinem aktuellen Gesundheitszustand bist?
  • ​​​Weil du dein Aussehen nicht magst und das auf das Rauchen zurückzuführen ist?
  • ​Weil du endlich selbstbestimmt und frei sein möchtest?
  • ​Weil du dir und deinen Mitmenschen nicht mehr schaden möchtest?
  • Angle Double Right
    ​​Oder weil du für jemand anderes aufhören möchtest (Partner, Kind, Enkel)?

Mit deinen Gründen steht und fällt dein Vorhaben mit dem Rauchen aufzuhören! Sei dir dessen bewusst. Schnapp dir also gleich einen Zettel und schreib dir deinen persönlichen Grund auf.

Du solltest dir aber vorab nicht nur Gedanken zu deinem „warum möchte ich aufhören“ machen. Es gibt drei wichtige Dinge, die du vor deinem Rauchstopp beachten solltest:

​1. Habe keine Angst!

Egal ob du vor den Entzugserscheinungen, der rauchfreien Zeit an sich oder Begleiterscheinungen des Rauchstopps Angst hast, Angst vor dem Rauchstopp ist absolut natürlich, aber absolut unbegründet. Mach dir deine Angst bewusst und lass dich nicht von ihr abhalten.

​2. Sei vorbereitet!

Sei nicht nur gedanklich auf deinen Rauchstopp vorbereitet, sondern auch physisch. Das bedeutet: Schmeiße alle (wirklich ALLE) Schachteln Zigaretten, die sich noch im Haus befinden weg. Am besten entfernst du gleich noch alle anderen Rauchutensilien. Überlege dir zudem in welchen Situationen du geraucht hast und welche alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten dir in dieser Situation einfallen. Damit stellst du sicher, dass du später nicht doch zur Zigarette greifst.

Sollten dir keine Alternativen einfallen, kannst du dir gerne mal meine kostenlose Checkliste "Altbewährt zum Rauchstopp" anschauen:

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​3. Triff eine totsichere Entscheidung!

Das ist für mich persönlich sogar der wichtigste Punkt! Niemand kann dir die Entscheidung mit dem Rauchen aufzuhören abnehmen. Du musst dir bewusst sein, ob du es nur versuchen willst mit dem rauchen aufzuhören oder ob du es wirklich schaffen möchtest. Das ist ein großer Unterschied.

Glaub mir: Wenn du diese drei Punkte bei deinem Rauchstopp beherzigst, bist du bereits deutlich näher an deinem Rauchstopp.

Nikotinsucht: Woher weiß ich, ob ich abhängig bin?

Doch bevor ich dir nun wirklich zeige, wie man Schritt für Schritt einen rauchstopp angeht, fragst du dich vielleicht: Woran merke ich, dass ich abhängig bin.

Dazu gibt es Klassifizierungsmöglichkeiten deiner Sucht, beispielsweise der Internationale Krankheitskatalog (ICD-10). Dabei gilt man als abhängig, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien zutreffen:

  • ​​​Man benötigt immer größere Mengen des Suchtstoffs, um eine Wirkung zu erzielen
  • ​​​​Man spürt Entzugserscheinungen, wenn länger nicht mehr konsumiert werden kann
  • ​​Man verspürt einen allgemeinen Drang zu rauchen
  • ​​Man kann seinen Konsum nicht kontrollieren
  • Angle Double Right
    ​​​Man vernachlässigt andere Aktivitäten
  • Angle Double Right
    ​Man konsumiert, trotz des Wissens über negative Folgen

Eine einfachere Möglichkeit um den Grad seiner Abhängigkeit herauszufinden, ist der sogenannte Fragerströmtest. ​ Dieser liefert dir, anhand von Fragen ein genaues Ergebnis wie abhängig du bist.

Der feine Unterschied zwischen Entzug und Abhängigkeit

Außerdem möchte ich dir kurz den Unterschied zwischen Abhängigkeit und Entzug näherbringen. Der Hintergrund dessen ist, dass du dir bewusst sein solltest, was dich erwartet.

​1. Der Entzug

Der Entzug ist nur in der Zeit der Umstellung zu spüren. Das Ausmaß der Erscheinungen ist abhängig davon, wie lang du ein Raucher warst und wie intensiv du geraucht hast. Typische Entzugssymptome sind Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, deprimierte Stimmung, Aggressivität und Stimmungsschwankungen. Wichtig: Es kommt ein Zeitpunkt, an dem du alle Entzugserscheinungen überwunden hast.

​2. Die Abhängigkeit

Die Abhängigkeit dagegen spürt man auch später noch als Nichtraucher. Je nach Abhängigkeitsgrad, Dauer und Person, kann es vorkommen, dass diese ein ganzes Leben lang anhält. In der Zeit als Nichtraucher ist es wichtig, sich neue Hobbies zu suchen oder Alternativen zur Zigarette (z.B. Kaugummi kauen) zu nutzen. Aber auch das Verlangen nach einer Zigarette wird mit der Zeit deutlich weniger.

Oft hört man in der Werbung, dass es einen Weg gibt, um „Nichtraucher ohne Entzug“ zu werden, doch stimmt das wirklich? Oder ist das nur wieder ein Versprechen um sein Produkt besser zu vertreiben? Auch dazu habe ich ein paar Gedanken für dich.

Grundsätzlich sind die möglichen Entzugserscheinungen von Person zu Person verschieden. Fakt ist jedoch, dass es vor allem auf die Psyche ankommt, wie stark du diese wahrnimmst. Sobald du festentschlossen bist, mit dem Rauchen aufzuhören, werden die Entzugserscheinungen zur Nebensache. Entzugserscheinungen treten nämlich nur dann auf, wenn der Versuch mit dem Rauchen aufzuhören nur halbherzig gefasst wird.

Das klingt vielleicht im ersten Moment seltsam. Allerdings macht es Sinn, wenn du dir Situationen vorstellst, in denen du gerne geraucht hättest, aber nicht konntest bzw. durftest. Zum Beispiel auf einem zehnstündigen Flug oder wenn du kurz vor dem Schlafengehen noch eine rauchen wolltest, aber gemerkt hast, dass die Schachtel leer und der Automat kaputt ist. Vielleicht hast du in solchen Situationen gedacht: Eigentlich geht’s auch ohne. Oder vielleicht sogar: Ab heute rauche ich gar nicht mehr. Keine Spur von Entzugserscheinungen.

Entzugserscheinungen sind nur Einflüsterungen von unserem inneren Schweinehund. In der Realität sind sie niemals so schlimm, wie von vielen wahrgenommen. Sie verschlimmern sich aber vor allem wenn man gegen sich selbst kämpft. Aus diesem Grund vermeide jegliche Art von innerem Konflikt bzw. Kampf gegen dich selbst, wenn du das dringende Verlangen nach einer Zigarette spürst. Entspanne dich lieber und versuche dich abzulenken.

Nachdem du dir Gedanken zu deiner Abhängigkeit und deinen Gründen mit dem Rauchen aufzuhören, gemacht hast, solltest du nun überlegen wie du dein Vorhaben umsetzten möchtest. Das ist vergleichbar mit einem Aufstieg zum Mount Everest. Der Weg dorthin sollte fest geplant und in Zwischenziele eingeteilt werden, bevor man losläuft. Das gleiche gilt für deinen Rauchstopp. Ich möchte dir nun ein paar Mittel und Methoden vorstellen, wie du mit dem Rauchen aufhören kannst.

Der Anfang eines Rauchstopps ist wie bei allem am schwersten. Die wichtigste Voraussetzung ist, wie schon erwähnt, der eigene Entschluss, dass man es endlich schaffen möchte, mit dem Rauchen aufzuhören. Das ist gleichzeitig auch die einzige Voraussetzung für einen Erfolg!

Außerdem solltest du sehr gut vorbereitet sein: Zu Beginn des Entzugs wirst du Hunger und Durst spüren. Es ist empfehlenswert, wenn du dir deswegen Obst, Kaugummis, Tee und Wasser bereitstellst.

Zusätzlich dazu solltest unbedingt vorab dein aktuelles Rauchverhalten zu analysieren und mögliche Rauchmuster, die du dabei erkennst, durchbrechen. Sicher hast du das auch schon mal erlebt: Auf einmal stehst du draußen und zündest dir eine Zigarette an. Das Rauchen ist für dich so zur Gewohnheit geworden, dass du ganz automatisch zum Rauchen gehst. Gedanklich bist du dabei ganz woanders. Und genau diesen Automatismus gilt es zu durchbrechen.

Vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass du an manchen Tagen mehr, an anderen Tagen weniger rauchst. Hast du dich auch schon mal gefragt woran das liegt? Falls ja, kann ich dir sagen, dass es nicht, wie von vielen vermutet, an der jeweiligen Tagesform liegt. Es hat viel mehr damit zu tun, welche Situationen wie oft in unserem Alltag vorkommen. Manchmal erleben wir vermehrt Situationen oder treffen auf ein Umfeld, das uns zum Rauchen anstiftet. Je öfters das täglich der Fall ist, desto mehr rauchen wir.

Genau diese „Auslöser“ gilt es zu identifizieren und im Alltag zu meiden, wenn man Nichtraucher werden möchte. Solche Auslöser können dabei bestimmte Personen (z.B. andere Raucher), eine gewisse innere Stimmung (z.B. Stress) oder eine Tätigkeit (z.B. Kaffee trinken oder Autofahren) sein.

Aus der Praxis ist bekannt, dass etwa ein Drittel der täglich gerauchten Zigaretten nicht zum Erhalt des Nikotinspiegels im Blut benötigt werden. Diese sind auf andere Faktoren bzw. Auslöser zurückzuführen.

Um dein Rauchverhalten zu analysieren, kannst du dir eine Strichliste in die Zigarettenschachtel einpacken. Jedes Mal, wenn du zu einer Zigarette greifst, machst du einen Strich in der jeweiligen Kategorie. So erhältst du bereits nach wenigen Tagen eine gute Übersicht über dein Rauchverhalten.

Nachdem du dein Rauchverhalten analysiert hast, geht es darum die für dich richtige Methode zu wählen, um mit dem Rauchen aufzuhören. Zur Auswahl stehen dabei zwei Methoden: die Schlusspunkt- und die Reduktionsmethode. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

​Rauchstopp: Diese zwei Methoden stehen zur Auswahl

Bei der Schlusspunktmethode wird der Nikotinkonsum sofort gestoppt. Der zukünftige Nichtraucher bestimmt einen Zeitpunkt und raucht von da an nie wieder. Diese Methode setzt eine feste Willensentscheidung sowie eine gute Vorbereitung voraus. Die Vorbereitung kann dabei aus einem Buch, einer CD oder einer Therapie in der Gruppe bestehen​. Es ist außerdem hilfreich, direkt alle Rauchutensilien aus dem Haus zu verbannen. Bei der Schlusspunkt Methode bietet es sich außerdem an, Nikotinersatzpräparate ​zu nutzen.

Die Schlusspunktmethode ist geeignet für:

  • ​​​​Personen, die wenig rauchen
  • ​​​​​Personen, die der Meinung sind, dass sie eine starke Willenskraft haben
  • ​​​Personen, die sich stark genug für einen solchen Entschluss fühlen
  • ​​​Personen, die mögliche Entzugserscheinungen und die ​Verhaltensänderungen gleichzeitig bewältigen können

Die Reduktionsmethode ist dagegen darauf ausgelegt, seinen Nikotinkonsum Stück für Stück zu reduzieren, bis man soweit ist, um komplett mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei ist es ausschlaggebend für den Erfolg der Methode, dass die aufgestellten Tageslimits an Zigaretten streng eingehalten werden. Das ist zu Beginn kein Problem, später wenn jedoch die Anzahl an Zigaretten pro Tag gegen Null geht, ist der Erfolg vor allem in typischen Rauchersituationen (z.B. unter Stress oder unter anderen Rauchern) gefährdet. Nikotinersatzpräparate sollten bei dieser Methode übrigens nicht angewendet werden.

Die Reduktionsmethode ist geeignet für:

  • ​​​​Personen, die wenig rauchen
  • ​​​​​Personen, die der Meinung sind, dass sie eine starke Willenskraft haben
  • ​​​Personen, die sich stark genug für einen solchen Entschluss fühlen
  • ​​​Personen, die mögliche Entzugserscheinungen und die ​Verhaltensänderungen gleichzeitig bewältigen können

Sicher fragst du dich jetzt, welche der beiden Methoden für dich die bessere zum Aufhören ist.. Das möchte ich dir im nächsten Abschnitt zeigen:

Rauchen aufhören: Welche Methode ist die beste für mich?

Studien und Experten sind sich einig, dass die Erfolgsaussicht bei der Schlusspunktmethode deutlich besser ist. Das hat mehrere Gründe: Vor allem Selbstbetrug und das längere Aufrechterhalten der psychischen Abhängigkeit sind die Hauptnachteile der Reduktionsmethode. Außerdem ist es unglaublich schwer das Rauchen auf Dauer zu kontrollieren und zu reduzieren.

Eine Studie aus Oxford konnte bestätigen, dass die Schlussmethode im Schnitt besser funktioniert. Beim Vergleich der beiden Methoden waren nach 4 Wochen 49% der Personen abstinent, die abrupt aufgehört haben zu rauchen. Bei der Vergleichsgruppe waren es nur 39,2% (Reduktionsmethode). Auch nach 6 Wochen war das Ergebnis eindeutig. Mit der Schlusspunktmethode waren noch 22% Nichtraucher, während es mit der Reduktionsmethode nur noch 15,5% waren. An der Studie nahmen insgesamt 697 Männer und Frauen teil, die täglich zwischen 15 und 20 Zigaretten rauchten.

Alleine aufhören: Ein Zwischenfazit

Es ist zwar statistisch unwahrscheinlicher alleine aufzuhören, als beispielsweise in einer Gruppe, allerdings solltest du dich davon nicht demotivieren lassen. Es gibt und gab genug Raucher, die es mit einer gut strukturierten Selbsthilfe-Anleitung geschafft haben aufzuhören. Hierzu kannst du meinen Stück für Stück: 10 Schritte Plan zum Rauchstopp ​ nutzen. Das einzige Problem an solchen Anleitungen ist jedoch, dass sie die dafür erforderliche Disziplin nicht mitliefern können. Denke also daran, dass du die selbst mitbringen musst, wenn du den Plan ausführen willst 😊

Wer nicht alleine aufhören kann oder möchte, sollte sich über Gruppentherapien in seiner Nähe erkundigen. Das Aufhören in der Gruppe hat insgesamt eine hohe Erfolgsquote, da dadurch eine Art positiver sozialer Druck auf den Teilnehmer entsteht und Rückhalt bei einem gescheiterten Versuch geboten wird. Außerdem wird der Wille der Teilnehmer zum Nichtraucher nachhaltig stabilisiert und unterstützt. Auch ein Erfahrungsaustauschmit den anderen Kursteilnehmern ist für den Rauchausstieg vorteilhaft.

Nachteil einer Gruppentherapie ist jedoch, dass diese derzeit teilweise selbst bezahlt werden muss. Ein fünf- bis zehnstündiger Kurs kostet zwischen 150 und 300€. Je nach Krankenkasse kann diese Maßnahme zum Rauchstopp mit bis zu 100€ bezuschusst werden, sollte es sich um ein zertifiziertes Angebot handeln. Manche Krankenkassen übernehmen sogar den kompletten Beitrag.

Trotz der etwas höheren Kosten der Maßnahme sollte man sich bewusst sein, dass man das Geld in seine Gesundheit investiert. Als zukünftiger Nichtraucher wird man nach nur sechs bis acht Wochen bereits eine vergleichbare Summe eingespart haben. Das investierte Geld in die Gesundheit lohnt sich also allein schon finanziell auf jeden Fall!

Den meisten Rauchern fallen beim Gedanken an den Rauchstopp sofort mögliche Entzugserscheinungen an. Aus diesem Grund sind Nikotinersatzpräparate sehr beliebt, um mögliche Entzugssymptome zu mildern. Trotzdem sollte man den Entzug nicht dramatisieren. Viele ehemalige Raucher bestätigen, dass der Entzug weitaus weniger schlimm war, als sie ihn sich vorgestellt haben. Allgemein dauern Verlangensattacken meist nur 2-3 Minuten und das Verlangen nach einer Zigarette wird von Tag zu Tag schwächer.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich mit Nikotinersatzpräparaten schrittweise entwöhnen. Nikotinersatzmittel (ausgenommen der Nikotinnasenspray) sind zwar rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, allerdings sind sie als Aufhörmittel umstritten. Wenn du mehr zu diesem Thema wissen möchtest, schau mal bei meinem letzten Artikel vorbei: Der ultimative Guide: Nikotin, Nikotinabhängigkeit, Nikotinentwöhnung.

Ich zeige dir nun eine Übersicht, welche Nikotinersatzpräparate beim Rauchstopp für dich zur Auswahl stehen:

​​​1. Nikotinpflaster: Konstante Nikotinabgabe über den Tag verteilt

Das Nikotinpflaster ist der Klassiker unter den Nikotinersatzmitteln. Bei der Anwendung wird das Nikotin konstant über den Tag hinweg abgegeben. Dieses Mittel ist damit besonders für starke Raucher, die oft und regelmäßig über den Tag verteilt geraucht haben und damit an einen gewissen Nikotinspiegel im Blut gewöhnt sind. Als Nebenwirkungen von Nikotinpflastern können Hautirritationen und Schlafstörungen auftreten. Die Pflaster gibt es in unterschiedlichen Stärken, welche schrittweise reduziert werden sollten. Nach 8 bis 12 Wochen sollten die Pflaster dann abgesetzt werden.

Mehr zum Thema findest du hier: Nikotinpflaster: Das Nikotinpflaster als Klassiker

​2. Nikotinkaugummis: Der punktuelle Nikotinersatz

Auch der Nikotinkaugummi ist unter aufhörwilligen Rauchern ein sehr beliebtes Mittel. Beim Kauen wird das Nikotin freigesetzt und vom Körper innerhalb kurzer Zeit über die Schleimhäute aufgenommen. Nikotinkaugummis sind vor allem für Raucher geeignet, die den Zeitpunkt der Aufnahme und die Dosierung des Nikotins selbst bestimmen möchten. Da mit diesem Mittel der Nikotinspiegel schnell erhöht werden kann, ist das vor allem dann interessant, wenn man in einer bestimmten Situation das Verlangen nach einer Zigarette hat. Die Nebenwirkungen beschränken sich auf ein mögliches Brennen in der Mundhöhle und einem schlechten Geschmack. Die Anwendungsdauer von Nikotinkaugummis beträgt etwa 12 Wochen, wobei nach jeweils 4 Wochen die tägliche Anzahl an Kaugummis reduziert werden sollte.

Hinweis: Es sollte ausschließlich langsam gekaut werden, da sonst das Nikotin zu schnell entweicht und damit nicht rechtzeitig vom Körper aufgenommen werden kann.

Mehr zum Thema findest du hier: Nikotinkaugummis: Der Nikotinkaugummis als Rauchersatz​

4. Nikotinlutschtabletten: Die Alternative zum Kaugummi

Nikotinlutschtabletten sind sehr ähnlich zu Nikotinkaugummis. Das Nikotin wird ebenfalls sehr schnell über die Mundschleimhaut aufgenommen. Wie beim Nikotinkaugummi entfalten Nikotinlutschtabletten ihre Wirkung innerhalb 30 Minuten. Nebenwirkungen von Nikotintabletten können ein Brennen sowie die Bildung von Bläschen im Mund und Rachen sein.

Mehr zum Thema findest du hier: Nikotin​lutschtabletten: Nikotinersatztherapie mit Lutschtabletten​

​​5. Nikotininhalator: Die unterschiedliche Nikotindosierung

Beim Nikotininhalator wird das Nikotin wie bei Zigaretten eingeatmet. Das verringert sowohl die körperlichen, als auch die Psychischen Entzugserscheinungen. Die Dosierung kann individuell vorgenommen werden. Häufige Nebenwirkungen sind meist Husten sowie ein Brennen im Mund.

Mehr zum Thema findest du hier: Nikotininhalator: Der Inhalator als Zigarettenersatz

​6. Nikotin-Nasenspray: Die Möglichkeit der Nikotinhochdosierung

Der Nikotinnasenspray ist das einzige Mittel, welches nicht rezeptfrei erhältlich ist. Bei der Anwendung wird das Nikotin über die Nasenschleimhaut aufgenommen. Dabei kann der Wirkstoff sehr schnell und hochdosiert eingenommen werden, was sich vor allem für sehr starke Raucher eignet. Nebenwirkungen zeigen sich oft in Form von Nasenhautirritationen, Niesen oder Tränenfluss. 

Mehr zum Thema findest du hier: Nikotinnasenspray: ​Der Nikotinnasenspray als rezeptpflichtige Option

7. E-Zigaretten: Der Ersatz zum Rauchen

Die E-Zigarette gilt als umstrittenstes Mittel zur Rauchentwöhnung, da es derzeit noch nicht genug Langzeitstudien über die Wirkungsweise sowie möglichen Nebenwirkungen gibt. Experten sind sich außerdem nicht einig, ob die E-Zigarette die Sucht tatsächlich bekämpft, da sich die Anwendung kaum wesentlich vom Rauchen unterscheidet. Offiziell darf die E-Zigarette von den Herstellern übrigens nicht als Nikotinersatzpräparat gekennzeichnet werden.

Mehr zum Thema findest du hier: E-Zigarette: ​Die E-Zigarette als „neue Alternative zum Rauchen“

Nikotinersatzpräparate: Das Fazit zum Schluss

Nikotinersatzpräparate haben Vor und Nachteile. Grundsätzlich sollte man sich bewusst sein, dass der Erfolg des Rauchstopps von sich und seiner Einstellung, anstatt von Nikotinersatzmitteln abhängig ist. Dabei ist auch die Art des Nikotinersatzpräparat egal. Eine große Gefahr von diesen Mitteln ist jedoch, dass man das Rauchen zwar aufgeben kann, sich jedoch gleichzeitig in eine neue Sucht begibt. Immerhin fallen bei der Anwendung von Nikotinersatzmitteln die Aufnahme von krebserregenden Zusatzstoffen, wie sie Zigaretten enthalten, weg.

Wer Nikotinersatzmittel diszipliniert zur Ergänzung und mit Absprache eines Arztes nutzt, hat gute Chancen erfolgreich den Rauchstopp zu schaffen. Allgemein sollte man sich vor Anwendung von Nikotinersatzpräparaten von einem Arzt beraten lassen, auch wenn es die Mittel rezeptfrei in der Apotheke gibt.

Hinweis: Sollten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie z. B., instabiler Angina pectoris, schweren Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall) vorliegen, dürfen Nikotinersatzmittel auf keinen Fall angewendet werden!

Abschließend möchte ich noch kurz auf die Entwöhnung mit verschreibungspflichtigen Medikamenten eingehen. Bupropion und Vareniclin wirken ebenfalls möglichen Entzugserscheinungen entgegen. Allerdings sind diese Medikamente verschreibungspflichtig und haben teilweise ernsthafte Nebenwirkungen (wie z.B. Unruhe, Schlaflosigkeit, Zittern, Konzentrationsschwäche oder sogar Depressionen). Aus diesem Grund eignet sich eine Anwendung erst, wenn bereits viele vorherige Rauchstopp Versuche gescheitert sind. Außerdem sollten diese Medikamente ausschließlich unter Betreuung eines Arztes eingenommen werden.

Auch dieses Thema behandle ich in meinem ultimativen Nikotin-Guide​. Also, unbedingt lesen, wenn du mehr darüber wissen möchtest.

Im Internet liest man oft etwas von Alternativen Methoden zum Rauchausstieg. Experten warnen allerdings vor unseriösen, überteuerten Angeboten mit scheinbar hoher Erfolgsquote. Schließlich ist ihr Nutzen nicht wissenschaftlich bewiesen. Lediglich ein Placebo Effekt konnte durch Studien belegt werden. Der Glaube des Teilnehmers und seine positive Erwartungshaltung an den Erfolg der Methode sind also ausschlaggebend dafür, ob so der Rauchstopp klappt.

Der Hauptnachteil den Experten bei diesen Methoden sehen, ist, dass sich der Raucher weder mit seinen Verhaltensweisen noch mit möglichen Alternativen befasst. Aus diesem Grund werden viele Anwender dieser Methode schnell wieder rückfällig.

Trotzdem gibt es einige, die so den rauchausstieg geschafft haben und der Erfolg gibt bekanntlich recht. Aus diesem Grund sollte man nicht voreingenommen gegenüber Hypnose und Akupunktur sein. Wer mehr erfahren möchte, sollte mal auf der Website des Deutschen Krebsforschungszentrums nach zertifizierten Angeboten in seiner Umgebung schauen.

​1. Akupunktur

Die Akupunktur gilt als homöopathische Möglichkeit um rauchfrei zu werden. Dabei sollen starke Entzugserscheinungen gemindert, das Verlangen nach Nikotin verringert sowie Rückfälle durch eine Ohrinjektion verhindert werden. Wie erfolgsversprechend diese Methode für den Einzelnen ist, muss selbst herausgefunden werden.

​2. Hypnose

Bei der hypnotischen Behandlung gilt die Annahme, dass jede Verhaltensweise einen tiefen Grund im Unterbewusstsein haben. Der Hypnotiseur versucht dabei diese unterbewussten Verhaltensweisen zu finden und zu verändern. Wichtig ist jedoch, dass der Teilnehmer bereits selbstständig den Entschluss gefasst hat, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Vorbereitung auf die Hypnose besteht aus der Beantwortung einiger Fragen. Diese lauten:

  • ​Will ich wirklich selbst mit dem Rauchen aufhören?
  • ​​​​​Bin ich bereit durch Hypnose den Rauchstopp zu schaffen?
  • ​​​Warum möchte ich mit dem Rauchen aufhören?
  • ​​​Wie viele Zigaretten rauche ich im Durchschnitt täglich?
  • Angle Double Right
    ​​​​In welchen Situationen rauche ich?
  • Angle Double Right
    ​​Welche Gefühle habe ich beim Rauchen?

In einem Vorgespräch wird dann über die Antworten auf diese Frage gesprochen. Außerdem kann der Hypnotiseur so den Teilnehmer besser kennenlernen und die Therapie individuell gestalten. In der eigentlichen Hypnose wird der Anwender dann in Trance versetzt, um den Hypnotiseur zu ermöglichen, direkt mit dem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Dabei sollen psychische Ursachen behandelt, destruktive Verhaltensweisen, Gewohnheiten sowie Überzeugungen verändert werden.

Wenn du mehr dazu wissen willst, kann ich dir meinen Blogpost zum thema Hypnose empfehlen: Rauchen aufhören: Das große Hypnose-ABC!

Mit dem Rauchen aufhören hat einige Vorteile, vor allem gesundheitlich. Laut einer Statistik tritt die Hälfte aller tabakbedingten Todesfälle bereits im Alter zwischen 35 und 69 Jahren auf. Den 70. Geburtstag feiern statistisch nur 58% der Raucher, den 80. Geburtstag nur 26%. Zum Vergleich: Bei Nichtraucher sind es 81% (70. Geburtstag) und 59% (80. Geburtstag).

Wer mit dem Rauchen aufhört senkt vor allem das Risiko für Herzinfarkt und (Lungen-)Krebs. Dabei lohnt sich ein Rauchstopp in jedem Alter. Selbst wer mit über 60 Jahren mit dem Rauchen aufhört, erhält ein paar weitere Lebensjahre geschenkt. Wichtig ist jedoch, dass man es dauerhaft durchhält mit dem Rauchen aufzuhören, um seine Gesundheit nachhaltig zu verbessern.

In der nachfolgenden Übersicht zeige ich dir, zu welchen Zeitpunkt nach deinem Rauchstopp welche gesundheitliche Verbesserung stattfindet.

​Zeit nach dem Rauchstopp

​Auswirkung im Körper

nach 20 Minuten

Der Blutdruck, die Herzschlagfrequenz und die Temperatur von Händen und Füßen sind wie bei einem Nichtraucher

nach ​2 Stunden

​Es befindet sich kein Nikotin mehr im Körper

nach ​8 Stunden

​Dein Raucheratem ist weg, da kein Kohlenmonoxid mehr im Blutkreislauf ist

nach 2​4 Stunden

​Das Herzinfarktrisiko beginnt zu sinken

nach ​48 Stunden

​Der Geruchs- und Geschmackssinn ist wieder normal

nach ​3 Tagen

​Die Lunge wird besser durchblutet, du spürst, wie du besser atmen kannst

nach ​2 Wochen

​Die schlimmsten Entzugserscheinungen sind überstanden

nach ​1 Monat

​Das Immunsystem erholt sich

nach ​3 Monaten

​Die Blutzirkulation verbessert sich, die Lunge kann wieder 30% mehr Sauerstoff aufnehmen

nach 9 Monaten

Die Flimmerhärchen in der Lunge sind wieder nachgewachsen, der Raucherhusten verschwindet, die Reizungen der Nasennebenhöhlen nimmt ab

​Zeit nach dem Rauchstopp

​Auswirkung im Körper

​Nach ​1 Jahr

Risiko für eine Herzkranzgefäßkrankheit halbiert sich

nach 2 Jahren

​Herzinfarkt- und Lungenkrebsrisiko nimmt deutlich ab

nach ​5 Jahren

​Das Schlaganfallrisiko entspricht wieder dem allgemeinen Durchschnitt

nach ​10 Jahren

​Das Risiko für Lungenkrebs ist nun nur noch geringfügig höher als bei Nichtrauchern

nach ​15 Jahren

​Das Risiko eines Herzinfarktes, ist nun fast so niedrig wie bei einem Nichtraucher

nach 20 Jahren

​Das Lungenkrebsrisiko ist fast gleich groß wie bei Nichtrauchern

Natürlich hat das Rauchen aufhören noch viele weitere Vorteile: Neben den gesundheitlichen Aspekten wirst du vor allem finanziell positive Auswirkungen spüren. Außerdem wirst du mehr Zeit haben, da von nun an keine Zigaretten mehr deinen Tagesablauf bestimmen. Ein Raucher ist fremdgesteuert und muss jeden Tag, in regelmäßigen Abständen zum Rauchen. Wenn du erst einmal Nichtraucher bist, wirst du merken, wie viel Zeit du dir sparst. Auch dein Umfeld wird es dir danken, dass sie nicht mehr passiv rauchen bzw. den Zigarettengestank ertragen müssen.

Die Vorteile eines rauchfreien Lebens zusammengefasst:

  • ​​Mehr Lebensqualität
  • ​​​​​​Ein längeres Leben
  • ​​​​Bessere Fitness und mehr Ausdauer
  • ​​​​Mehr Zeit, Geld und Freiheit
  • ​​​​​Besserer Schlaf
  • ​​​Bessere Gesundheit
  • ​Besseres Aussehen und höhere Attraktivität
  • ​Bessere Leistungsfähigkeit

Zum Schluss möchte ich dir noch eine Sache auf den Weg geben. Es ist eine Sorge, die sehr viele Raucher (vor allem Raucherinnen) haben. Es ist die Frage: Werde ich automatisch zunehmen, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre? Das lässt sich leider nicht pauschal beantworten.

Niemand nimmt gerne zu, allerdings ist die Angst vor einer Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp unberechtigt. Studien belegen zwar einen Zusammenhang zwischen dem Rauchstopp und einer Gewichtszunahme, allerdings fällt diese nur bei etwa 5-10% der Raucher stärker aus. Im Normalfall haben ehemalige Raucher bereits nach einem Jahr nach Rauchstopp wieder ihr normales Körpergewicht wieder erreicht. Eine Studie belegt, dass es auf lange Sicht keinen Gewichtsunterschied zwischen ehemaligen Rauchern und lebenslangen Nichtrauchern gibt.

Es lohnt sich die Ursachen einer möglichen Gewichtszunahme zu kennen, um diese erfolgreich vorzubeugen. Bei ehemaligen Rauchern kommt es oft vor, dass das Verlangen nach einer Zigarette durch übermäßiges Essen kompensiert wird. Die Gefahr zuzunehmen steigt vor allem dann, wenn in so einer Situation beispielweise zu Süßigkeiten gegriffen wird.

Eine weitere Ursache für eine mögliche Gewichtszunahme ist die Tatsache, dass das Nikotin eine appetitzügelnde Wirkung hat. Aus diesem Grund nehmen ehemalige Raucher nach dem rauchstopp erst mal mehr Nahrung zu sich, bei meist gleichbleibender Bewegung, was sich natürlich erst einmal rächt. Zudem erhöht das Nikotin den Grundumsatz, da es die Aktivität des Sympathikus-Nervensystems erhöht. Wird nicht mehr geraucht, wird gleichzeitig weniger Energie verbrannt.

Es ist Fakt, dass Raucher 200 kcal pro Tag mehr verbrauchen als Nichtraucher, allerdings musst du lediglich versuchen deine tägliche Energiegleichung wieder in’s Gleichgewicht zu bringen, um dagegenzuwirken. Dazu hast du zwei Möglichkeiten:

​1. Du bewegst dich mehr!

Bei dieser Möglichkeit versuchst du mehr Energie pro Tag zu verbrauchen, damit du nicht zunimmst. Das kannst du auf unterschiedliche Art erreichen. Versuche am besten täglich mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren. Zum Beispiel kannst du die Treppe statt des Aufzugs nehmen, viel zu Fuß oder mit dem Rad erledigen oder einfach mal eine Haltestelle früher aussteigen und heimlaufen. Zusätzlich dazu ist es natürlich von Vorteil, wenn du 2-3-mal die Woche ein Fitnesstraining machst. Das steigert deine Leistungsfähigkeit, verbessert deine allgemeine Fitness und fördert weiter deine Gesundheit.

​2. Du isst weniger!

Die andere Möglichkeit besteht daraus seinen Appetit zu zügeln und weniger zu essen. Am besten beginnst du bei den Süßigkeiten: habe immer geschnittenes Obst oder Gemüse im Kühlschrank zu dem du greifen kannst, wenn du etwas Süßes essen möchtest. So verhinderst du, dass du zu Schokolade, Gummibärchen oder anderem ungesunden Zeug greifst. Ein anderer Tipp ist, dass du auf etwas Scharfes beißt, da die Schärfe den Appetit überlagert und du dir damit Kalorien sparst. Außerdem solltest du vorbereitet sein: Ein zuckerfreier Kaugummi in der Tasche kann dich sowohl bei akutem Rauchverlangen, als auch bei erhöhtem Appetit retten.

Trotz einer möglichen Gewichtszunahme als Nebenwirkung deines Rauchstopps, solltest du nicht vergessen, dass du deinem Körper und deiner Gesundheit bereits genug Gutes getan hast, indem du mit dem Rauchen aufgehört hast! Ein paar Kilo mehr, sind da nicht sehr schlimm. Du kannst stolz auf dich sein, wenn du es geschafft hast, aufzuhören. Meistens ist es sogar der Fall, dass sich das Gewicht nach einigen Monaten wieder normalisiert.

Solltest du trotzdem aktiv etwas dagegen tun wollen, dann beachte: Setzte dich nicht zu stark unter Druck. Versuche lieber langsam, aber dafür langfristig durch gesunde Ernährung und Bewegung abzunehmen. Das ist auf Dauer deutlich effektiver.

​Mein Fazit zum Schluss

​Wie immer hab ich noch ein kurzes Fazit zum Schluss:

Viele Menschen werden gehemmt von ihrer Angst. ​Viele Raucher haben beispielsweise so viel Angst vor dem Entzug oder einer möglichen Gewichtszunahme, dass sie es gar nicht erst versuchen aufzuhören. Bitte mach nicht den gleichen Fehler! 

​Glaub mir, es gibt definitiv nichts, was ich weniger bereut habe, als das Rauchen aufhören. Die Lebensqualität ist als Nichtraucher so viel höher. Hier kannst du übrigens ​meine Geschichte nachlesen: Über.

Ich hoffe sehr, dass ich dir mit diesem beitrag helfen konnte. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg, Kraft und vor allem Motivation beim Rauchen aufhören! Vergiss nicht: Es lohnt sich!

Bis Bald!

Dein Hannes

Hannes von Rauchstopp.info
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Über den Autor

​Hannes ist der Gründer von ​Rauchstopp.info! Hier gibt er sein Wissen aus jahrelanger Tätigkeit als ​Rauchstopp Coach weiter. Genau dieses Wissen versucht er dabei in simpler und kompakter Weise auf dieser Plattform zu vermitteln und ​Personen dabei zu helfen, endlich ihren persönlichen ​Rauchstopp zu erreichen. Mehr zu Hannes und seiner Geschichte findest du hier: Über.

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